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URL:https://thomasmann-bonnkoeln.de/termine/kotaro-fukuma-klavier-michael-
 fuertjes-lesung-adorno-beethoven-thomas-mann/
SUMMARY:Kotaro Fukuma (Klavier)\, Michael Fürtjes (Lesung): "Adorno-Beetho
 ven-Thomas Mann"
DESCRIPTION:in Kooperation mit dem Richard-Wagner-Verband Bonn und dem Woe
 lfl-Haus Bonn\n\nWeitere Informationen zur Veranstaltung:\n\n\n\nMittwoch 
 30.06.2021\n\n19:00 Uhr\n\nWoelﬂ-Haus Bonn\n\n„Adorno - Beethoven - Th
 omas Mann“\n\nEine Veranstaltung des Ortsvereins BonnKöln der Deutschen
  Thomas-Mann-Gesellschaft in Kooperation mit dem Richard-Wagner-Verband Bo
 nn und dem Woelﬂ-Haus Bonn (Organisation: APOLLON-Musikofﬁzin OHG)\n\n
 Ausführende: Kotaro Fukuma (Klavier)\, Michael Fürtjes (Lesung)\n\nDie V
 eranstaltung wird am Mittwoch\, den 30.06.2021\, ab 18:45 live auf der Pla
 ttform DRINGEBLIEBEN STREAMED FROM EARTH übertragen.\n\nMit dem folgende
 n Link kommen Sie zu dem Ticket Verkauf und zum Stream https://dringeblie
 ben.de/videos/adorno-beethoven-thomas-mann Eintritt: 20\,00€ für die K
 unst 03\,95€ Gebühren\n\nNach dem Kauf bekommen Sie ein Ticket per Mail
  geschickt\, auf dem ein Code steht und erneut derselbe Link zum Stream Am
  Konzerttag wird ein Eingabefeld erscheinen\, wo Sie den Code eingeben\, b
 evor das Konzert gesehen werden kann.\n\n(Der Code kann erst ab 2 Stunden 
 vor Konzertbeginn eingegeben werden).\n\n\n\nMichael Fürtjes promovierte 
 über Ästhetik bei Friedrich Schiller aus der Perspektive der Politischen
  Theologie von Johann Baptist Metz. Er arbeitete zunächst als Religionsl
 ehrer an der Deutschen Schule Rom und absolvierte anschließend eine Ausbi
 ldung zum Sortimentsbuchhändler. Bis Mitte 2018 war er leitend in der Buc
 hbranche tätig. Er ist passionierter Thomas-Mann-Leser und beschäftigt s
 ich außerdem mit Fragen der Musikphilosophie.\n\nKotaro Fukuma „Eine p
 hänomenale Beethoven-Präsentation von kaum noch steigerbarer Stringenz u
 nd Imposanz.“ (Weser-Kurier) Kotaro Fukuma zählt in seinem Heimatland J
 apan zu den renommiertesten Künstlern seines Fachs. 2003 gewann er den 1.
 Preis und den Chopin Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb in Cleve
 land. Seitdem etablierte er seine Karriere auf fünf Kontinenten. Hohe Aus
 zeichnungen erhielt er außerdem bei den Wettbewerben Arthur Rubinstein\, 
 Paloma O‘Shea\, Gina Bachauer und Maj Lind. In Deutschland wurde er zum 
 Rheingau Festival\, zu den „Raritäten der Klaviermusik“ in Husum und
  zum Festival „Auf schwarzen und weißen Tasten“ in Bremen eingeladen 
 und eroberte jedes Mal ein begeistertes Publikum. Als Solist gastiert er i
 n bedeutenden Konzertsälen\, so in der Philharmonie und im Konzerthaus Be
 rlin\, im Gewandhaus zu Leipzig\, im Münchner Gasteig\, im Salle Gaveau i
 n Paris\, in der Victoria Hall in Genf\, im Auditorio Nacional Madrid\, in
  der Forbidden City Concert Hall in Peking sowie in Tokio in der Suntory H
 all und der Opera City. Sein Repertoire reicht von J.S.Bach bis zu Komponi
 sten der Moderne und Gegenwart. Mehr als zehn Komponisten haben für ihn e
 in Werk geschrieben. Besondere Aufmerksamkeit erhält Kotaro Fukuma für s
 eine thematisch anspruchsvolle Programmgestaltung\, für seine eigenen Tr
 anskriptionen (wie etwa von Smetana „Die Moldau“) und bei der Zusammen
 arbeit mit anderen Künstlern. Neben seiner solistischen Arbeit musiziert 
 er mit namhaften Orchestern wie dem Cleveland Orchestra\, dem Israel Philh
 armonic Orchestra\, der Moskauer Philharmonie\, dem Finnischen Radio Symph
 onie Orchester\, der Dresdner Philharmonie\, dem NHK Symphonie Orchester u
 nd der Japan Philharmonic. Dabei arbeitet er mit Dirigenten wie Yuri Simon
 ov\, Francois-Xaver Roth\, Rafael Frühbeck de Burgos\, Asher Fisch\, Dmit
 ry Liss\, Hanna Lintu\, Juanjo Mena\, Mihhail Gerts und Kazuki Yamada. Im 
 Juli 2016 sprang Kotaro Fukuma kurzfristig für den erkrankten Nelson Frei
 re ein und spielte das 2. Klavierkonzert von Brahms mit dem Orchestre Nati
 onal du Capitole de Toulouse unter Tugan Sokhiev. Kotaro Fukuma hat bisher
  bei den Plattenfirmen Naxos\, ARS Produktion\, Éditions Hortus\, DENON u
 nd Orpheus Classical insgesamt fünfzehn Alben aufgenommen. Er erhielt daf
 ür ausgezeichnete Kritiken in Musikzeitschriften und im Rundfunk. Er stud
 ierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris bei Bruno R
 igutto und Marie-Françoise Bucquet\, an der Universität der Künste Berl
 in bei Klaus Hellwig und an der Internationalen Piano Akademie Lake Como i
 n Italien. Außerdem besuchte er zahlreiche Meisterkurse und lernte von be
 deutenden Musikern wie Leon Fleisher\, Mitsuko Uchida\, Richard Goode\, Al
 icia de Larrocha\, Maria Joao Pires\, Andreas Steier und Aldo Ciccolini. S
 eit einigen Jahren gibt er selbst Meisterkurse.\n\nKotaro Fukuma ist Kultu
 rbotschafter seiner Heimatstadt Kokubunji. Er spricht fünf Sprachen inklu
 sive Deutsch. Seit 2005 hat er einen Wohnsitz in Berlin.\nPressestimmen:\n
 \nBrillantes Klavierspiel und eine authentische Lesung im Thomas-Mann-Soun
 d\nKonzertlesung im Grünen Saal mit einer faszinierenden Hommage an Adorn
 o\, Thomas Mann und Beethoven\n\n\n[caption id="attachment_985" align="ali
 gncenter" width="836"] Ein Höhepunkt des wunderbaren Abends im Grünen Sa
 al: die Kombination aus Wort und Musik\, zelebriert vom Literaturwissensch
 aftler Michael Fürtjes und vom Pianisten Kotaro Fukuma am Bösendorfer-Fl
 ügel.[/caption]\n\n&nbsp\;\n\nAmorbach. Es gibt Veranstaltungen\, die man
  nicht so schnell vergisst: Die Konzertlesung am frühen Sonntagabend im G
 rünen Saal in Amorbach vor gut 120 Zuhörern gehört ganz sicher dazu. Ei
 n schöner Nebeneffekt: Alle Bedenken\, das anspruchsvolle Thema könnte n
 ur wenige Besucher beim Kulturwochenherbst anlocken\, wurden schnell wider
 legt: Qualität setzt sich eben doch durch und man sollte das Publikum nic
 ht unterschätzen!\n\nEs ging um nicht weniger als um die Beziehung zwisch
 en Thomas Mann und Theodor Adorno\, die sich 1943 im Exil in Santa Monica 
 begegneten\, der weltbekannte Großschriftsteller und der Philosoph aus De
 utschland\, den damals in Kalifornien kaum jemand kannte. "Heute abend bei
  Max (Horkheimer) mit ein paar Großkopfeten\, darunter Thomas Mann nebst 
 holder Gattin" schrieb Adorno im März 1943 an seine Eltern. Dann kamen si
 ch beide doch näher und der 28 Jahre jüngere Adorno konnte auf einem Geb
 iet Manns Interesse gewinnen – auf dem der Musik. Adorno nämlich war si
 ch lange nicht schlüssig\, ob er eher den Spuren Beethovens oder denen H
 egels folgen soll – heute weiß man\, welchen Weg der vor 50 Jahren Gest
 orbene einschlug\, auch wenn in seinem Gesamtwerk die Schriften zur Musik 
 mehr als ein Drittel einnehmen.\n\nDer konkrete Anlass für die intensiven
  Gespräche: Mann schrieb an seinem Roman „Dr. Faustus“ über den Tonk
 ünstler Adrian Leverkühn und schuf darin eine ganz seltene Synthese zwis
 chen Literatur und Musik. Da war ihm ein Experte und Ratgeber wie Adorno h
 öchst willkommen\, Schüler Alban Bergs und Theoretiker der Neuen Musik 
 – bis hin zur Zwölftonmusik Schönbergs. Große Teile\, vor allem des a
 chten Romankapitels\, wären ohne Adornos Beiträge\, die Mann z.T. wörtl
 ich übernahm\, so nicht denkbar. Dass Manns älteste Tochter Erika alles 
 dafür tat\, den Anteil Adornos in der Öffentlichkeit möglichst herunter
 zuspielen\, hat daran nichts ändern können.\n\n[caption id="attachment_9
 86" align="aligncenter" width="867"] Thomas Mann wäre sicher zufrieden ge
 wesen\, wenn er Michael Fürtjes als Interpreten des achten Kapitels aus d
 em Roman „Dr.Faustus“ miterlebt hätte.[/caption]\n\nDie zwei Akteure 
 der Konzertlesung präsentierten Gründe und Abgründe dieser schwierigen 
 Beziehung viel anschaulicher und vor allem viel unterhaltsamer als es unz
 ählige wissenschaftliche Untersuchungen in sieben Jahrzehnten vermocht ha
 ben. Dr. Michael Fürtjes\, Literaturwissenschaftler und engagierte Thomas
 -Mann-Liebhaber\, ließ in knapp zwei Stunden zusammen mit dem großartige
 n japanischen Pianisten Kotaro Fukuma in einer idealen Kombination aus Wor
 t und Musik alles lebendig werden\, was man über Manns Romankapitel und 
 über Adornos Haltung zur Neuen Musik wissen sollte. Fürtjes schlüpfte i
 n die Rolle des Dichters\, der ein begnadeter Vorleser seiner eigenen Werk
 e war\, und zelebrierte weite Teile des achten Kapitels aus dem „Dr.Faus
 tus“. Er spielte ihn nicht\, er war Wendell Kretzschmar\, der Musiklehre
 r Adrian Leverkühns\, der dem Publikum in einem begeisterten\, von Stotte
 rn unterbrochenen Vortrag die Hintergründe der letzten Sonate Beethoven e
 rklärt. Im typischen Mann-Sound mit der leisen Ironie\, die Fürtjes perf
 ekt imitierte: „…Nun\, der Mann war imstande\, eine ganze Stunde der F
 rage zu widmen\, ‚warum Beethoven zu der Klaviersonate op. 111 keinen dr
 itten Satz geschrieben habe‘\, – ein besprechenswerter Gegenstand ohne
  Frage …“\n\n[caption id="attachment_987" align="aligncenter" width="7
 87"] Ein Pianist der Extraklasse: Kotaro Fukuma interpretierte Beethovens 
 letzte Sonate technisch brillant\, beseelt und hochkonzentriert am Bösend
 orfer-Flügel im Grünen Saal.[/caption]\n\nDas geniale Konzept der Lesung
 : Der 37-jährige Pianist\, der schon in allen großen Häusern von der Ca
 rnegiehall bis zum Gewandhaus aufgetreten ist und heute in Berlin lebt\, i
 nterpretierte mit einer wunderbaren Mischung aus technischer Brillanz und 
 sensibler Ausdrucksstärke drei kleine Klavierstücke Adornos\, die erste
  Klaviersonate von Adornos Kompositionslehrer Alban Berg und schließlich 
 – als absoluten Höhepunkt nach der Pause – Beethovens Werk op. 111\, 
 seine letzte Sonate\, die mit ihren zwei Sätzen als Gipfel und zugleich a
 ls Ende der Sonatentradition gilt. Das Schöne: Vor der Pause hatte Fukuma
  immer wieder kleine Passagen der Klaviersonate in den Vortrag des stotter
 nden Wendell Kretschmar eingebaut – eine höchst anschauliche und zuglei
 ch erhellende Kombination aus Wort und Ton. Einige Besucher waren nach dem
  Abend so begeistert\, dass sie wild entschlossen waren\, manche nach Jahr
 en\, manche zum ersten Mal\, wieder Manns „Doktor Faustus“ zur Hand zu
  nehmen – ein Verdienst der zwei Akteure des Abends\, die zu Recht viel 
 Eindruck hinterlassen hatten. Ein ganz kleiner Einwand\, auch wenn ihn man
 che Zuhörer nicht teilen: Dieser tiefe Eindruck wäre vielleicht noch int
 ensiver gewesen\, wenn der Pianist der Extraklasse sich vom begeisterten B
 eifall und den Jubelrufen nicht noch zu drei Zugaben hätte verlocken lass
 en. Schließlich stellte er selbst fest\, dass nach Beethovens Meisterwerk
  kaum noch eine Zugabe möglich ist. Der Bachchoral wäre der ideale Absch
 luss gewesen\, um den tiefen Eindruck\, den die Klaviersonate Nr. 32 hinte
 rlassen hatte\, nicht abzuschwächen – aber das ist wirklich nur ein gan
 z kleiner Einwand nach einem rundum begeisterten Abend.\n\nHeinz Linduschk
 a\nStehende Ovationen für Fukuma und Fürtjes\n\n 	Über 100 Musikfreundi
 nnen und Musikfreunde erfreuten sich im Grünen Saal am perfekten Spiel de
 s Pianisten Kotaro Fukuma.\n 	hochgeladen von Landratsamt Miltenberg\n\n&n
 bsp\;\n\nSolche Begeisterungsstürme hat der altehrwürdige Grüne Saal im
  Amorbach wohl selten erlebt: Mit stehenden Ovationen würdigten die über
  100 Gäste am Sonntagabend die beeindruckenden Leistungen des Pianisten K
 otaro Fukuma und des Thomas-Mann-Experten und Musikphilosophen Michael Fü
 rtjes bei der Konzertlesung „Adorno – Beethoven – Thomas Mann“.\n\
 n\n\nDie Veranstaltung\, organisiert vom Kulturreferat des Landkreises Mil
 tenberg in Zusammenarbeit mit dem Fürstenhaus zu Leiningen\, bildete eine
 n Höhepunkt am Ende des Kulturjahres zu Ehren des Philosophen und Soziolo
 gen Theodor W. Adorno\, dessen Todestag sich am 6. August 2019 zum 50. Mal
  jährte. Dabei schafften es die beiden Protagonisten auf der Bühne\, die
  Zusammenhänge zwischen Adorno\, Mann\, Ludwig van Beethoven und Alban Be
 rg herzustellen. Dass diese auch für diejenigen Zuhörer klar wurde\, die
  nicht auf allen kulturellen Ebenen Experten sind\, war Michael Fürtjes z
 u verdanken\, der zu Beginn eine kurze Einführung in die Materie gab. Abe
 r auch Pianist Kotaro Fukuma erklärte Besonderheiten der Klavierwerke.\n\
 nDass der Philosoph\, Soziologe und Musikphilosoph Adorno auch Komponist w
 ar und bei Alban Berg das Komponieren studiert habe\, sei Fürtjes zufolge
  nur wenigen Musikexperten bekannt. Damit\, ergänzte Kotaro Fukuma\, sei 
 auch klar\, warum manche Tonfolgen von Adornos Kompositionen denen von Alb
 an Berg verblüffend ähneln. Doch was hat Adorno mit Beethoven und Mann z
 u tun? Fürtjes konnte auch diese Frage auflösen\, denn Beethovens Musik 
 spielte für Adorno zeitlebens eine große Rolle.\n\nAus der Bekanntschaft
  Adornos und Manns und einem Artikel Adornos „Über den Spätstil Beetho
 vens“ resultierte die Zusammenarbeit der beiden. Adorno sei der richtige
 \, um ihm bei den musikwissenschaftlichen Passagen im achten Kapitel seine
 s Romans „Doktor Faustus“ zu helfen\, habe Thomas Mann geglaubt. Er ha
 be Adorno eingeladen und ihm das Kapitel vorgelesen\, wusste Fürtjes\, im
  Gegenzug habe Adorno diverse Anmerkungen zu Beethovens Klaviersonate op. 
 111 beigesteuert.\n\nAdornos Deutung dieser Sonate sei zum Teil wörtlich 
 in den ersten Teil des achten Kapitels von Manns Buch eingeflossen\, erkl
 ärte der Thomas-Mann-Experte.\n\nDass Kotaro Fukuma zu den renommierteste
 n japanischen Künstlern gehört\, diverse Preise gewann und auf der ganze
 n Welt unterwegs ist\, mögen die wenigsten Zuhörer gewusst haben. Als er
  aber in den drei Klavierstücken Adornos – „Adagietto – Hommage à 
 Bizet“\, „Die böhmischen Terzen“\, „Valsette“ – scheinbar mü
 helos auch schwierige Passagen meisterte und auch die teilweise komplexe K
 laviersonate op. 1 von Alban Berg virtuos vortrug\, hatte Fukuma das Publi
 kum sofort auf seiner Seite.\n\nDass Fukuma und Fürtjes miteinander harmo
 nieren\, zeigte sich im Zusammenspiel der beiden Künstler. Während Fürt
 jes aus Thomas Manns „Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers
  Adrian Leverkühn\, erzählt von einem Freunde“ las\, steuerte Fukuma K
 lavierpassagen bei\, in denen es um Beethovens letzte Klaviersonate geht. 
 Ausdrucksstark und mit der Betonung auf den richtigen Silben traf Fürtjes
  stets den richtigen Ton. Man konnte förmlich eine Nadel fallen hören\, 
 als Fürtjes die Gäste szenisch in einen nur mäßig gefüllten Saal im J
 ahr 1900 entführte\, in der Wendell Kretzschmar über Beethovens letzte S
 onate philosophiert und vermutet\, warum er keinen dritten Satz mehr kompo
 nierte. Unter den wenigen Gästen sind auch die Jungen Serenus Zeitblom un
 d Adrian Leverkühn\, die sich von dem rhetorisch ungeschickten und stotte
 rnden Kretzschmar nicht abschrecken lassen. Sie hören zu\, wenn der Dom-O
 rganist über den zweiten Satz von Beethovens Klaviersonate philosophiert 
 und zur Auffassung kommt: Mit dem zweiten Satz habe Beethoven nicht nur di
 ese spezielle Sonate\, sondern die Sonate als Gattung an ein Ende geführt
 . Dank der gedämpften Töne aufgrund des geschlossenen Klavierdeckels kon
 nte man bis in die letzte Reihe Fukumas Klavier und Fürtjes‘ Sprache de
 utlich hören und sich am gelungenen Zusammenspiel erfreuen. Lässt man di
 e musikwissenschaftliche Thematik außen vor\, gab dieses Buchkapitel den 
 Gästen Zeugnis davon\, dass Thomas Mann durchaus humorvoll schreiben konn
 te.\n\nNach der Pause bekamen die Gäste jenes Werk in Gänze zu hören\, 
 in dem es in der szenischen Lesung ging\, als Kotaro Fukuma Beethovens kom
 plette Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111 spielte.\n\nDas begeisterte Pub
 likum rang dem Pianisten gleich drei Zugaben ab und gab damit zu erkennen\
 , dass diese Konzert-Lesung genau den Geschmack der Gäste getroffen hatte
 .\n\n&nbsp\;
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