Liebe Mitglieder unseres Ortsvereins, liebe Damen und Herrn, die sich für unsere Arbeit interessieren,
ich erhielt von Herrn Prof. Wißkirchen gerade die bedauerliche Nachricht, daß er mit einer Grippe krank zu Bette liegt und bis Mittwoch sicherlich nicht wiederhergestellt sein wird. Daher muß ich unsere Veranstaltung am Mittwochabend leider absagen, auch die vorgeschaltete Führung durch die Arbeitswelt-Ausstellung macht dann keinen Sinn. Ich möchte Ihnen diese dennoch wärmstens ans Herz legen, ggf. kann meine Ulrike an einem Wochenende noch eine Führung kurzfristig anbieten. Die Ausstellung läuft nur noch bis zum 12.April.
Für den Vortrag von Herrn Wißkirchen werden wir einen Ausweichtermin suchen, das wird aber nicht so kurzfristig möglich sein.
Alle, die sich bislang bei mir angemeldet haben, bitte ich, mir die Kenntnisnahme dieser traurigen Nachricht zu bestätigen. Ich werde am Mittwoch um 18.00 Uhr mit Ulrike im Delikart sitzen, um mit allen Irrläufern ein Trostbier zu trinken.
Ihnen alle wünsche ich Gesundheit, auf bald Ihr Peter Baumgärtner
Liebe Mitglieder des Ortsvereins Bonn-Köln der Deutschen Thomas-Mann- Gesellschaft, liebe Interessierten an unserer Arbeit,
die Jahresmitgliederversammlung verlief in angenehmer Atmosphäre im MATERNUS und ging dann fließend in eine Stammtischrunde über, bei der wieder viele anregende Gespräche stattfanden.
Kurz zur Versammlung: Der Vorstand wurde entlastet und neu gewählt, Dorothee von Hoerschelmann schied aus dem Vorstand aus, Thomas Schmalzgrüber wurde hineingewählt. Thomas Kempken erstattete seinen wohlgeordneten Kassenbericht. Zur großen Freude unserer Kassenprüfer Agnes und Axel Volhard mit einer ordentlichen Ein- und Ausgabentabelle – und nicht wie bei mir mit einem schlichten Ausdruck des Jahreskontosauszuges: Eine bedeutsame Verbesserung über die ich mich sehr freue. Kirsten Huppertz war wieder so freundlich, Protokoll zu führen. Die Mitglieder erhalten es in Kürze per Mail.

Zum wichtigsten Punkt des Tages, zum Vortrag von Prof. Dr. Hans Wißkirchen am kommenden Mittwoch, den 11. März 2026 um 18.00 Uhr im Seminarraum des LVR-Landesmuseums. Wie vielfach angekündigt wird er sein Buch „Zeit der Magier“ vorstellen. Es sind schon eine Reihe von Anmeldungen bei mir eingegangen – es dürfen gerne noch einige mehr werden. Aus der Mitgliederschaft kam die Frage, diese Einladung auch im Freundeskreis verbreitet werden darf? Ja, natürlich! Unsere Veranstaltungen sollen auch Chance sein, um neue Mitglieder zu werben.
Wie gleichfalls angekündigt, wird vor dem Vor- trag um 16.00 Uhr eine Führung durch die Aus- stellung Schöne neue Arbeitswelt angeboten. Auf der nächsten Seite finden Sie ein Bild daraus:

Auf den ersten Blick dachte ich: Oh, Erika Mann ist auch da! Das ist sie aber nicht, und dennoch zeigt sie das Abbild einer selbstbewußten jungen Frau aus den 20er Jahren in modisch-salopper Kleidung mit Zigarette in der Hand. 20 Jahre zuvor wäre dies kaum denkbar gewesen.
Und hier ein wichtiger Hinweis: Das ganze kostet Geld, Saalmiete, Spesen von Herrn Wißkirchen. Daher werden wir für den Vortrag einen Eintritt von 15.00 € erheben, und um an der Führung teilnehmen zu können, muß man eine Eintrittskarte kaufen – Regeltarif 11.- €. Zu- dem werde ich vor dem Seminarraum mit dem Spendenwürfel stehen und um einen Zuschuss bitten für die notwendige Gebühr für die Museumsführung von 90.-€.
Noch ein kurzer Blick zurück: Ich war sehr erfreut bei der Veranstaltung der Thomas- Morus-Akademie in Bensberg, die unter dem Titel stand: „Thomas Manns Jahrhundertwerk“ 13 Mitglieder unseres Ortsvereins zu treffen. Die Tagung war mit 71 Teilnehmenden beinahe überbucht, wir wurden als Projektpartner mehrfach genannt, es fanden viele von Neugier auf unseren Ortsverein geprägte Gespräche statt und ich konnte 30 Hefte unserer Schriftenreihe verkaufen. Ein Format mit Gewinn für beide Seiten. Die zuständige Akademie-Referentin legt daher großen Wert auf eine weitere Zusammenarbeit.
Das Programm spannte einen weiten Bogen vom Vortrag von Dr. Rolf Füllmann mit dem Titel „Lübeck als geistige Lebensform“ bis zu den abschließenden Gedanken von Dr. Miriam Albracht zum Motiv der Gnade in Thomas Manns Spätwerk. Noch am ersten Abend wagte die uns wohlbekannte Janka Zündorf ihren eigenen Blick auf den Tod in Venedig. Für mich ganz neu waren ihre semantischen Untersuchungen wie auch ihre Forschung zur Verdrängung der tatsächlich vorhandenen Gefahr, der sich ausbreitenden Cholera-Epidemie im Jahre 1911, in jenem Jahr, als sich die Manns in Venedig aufhielten. Für mich ein hochspannendes Thema. Wurde nicht auch die Kriegsgefahr in jenen Jahren ausgeblendet, obgleich alle Staaten aufrüsteten? Ein Sujet, das sich zu vertiefen lohnt, ich bleibe mit Janka darüber im Gespräch.
Hierzu mehr im nächsten Rundbrief. Einstweilen freue ich mich sehr, Sie am kommenden Mittwoch begrüßen zu dürfen.
Herzlich ihr Peter Baumgärtner
PS: letztes Wochenende entdeckte ich in der BNN den angehängten Artikel, in dem Hermann Hesse nur am Rande eine Rolle spielt. Er ist dennoch inhaltlich großartig, sprachlich weit über Tageszeitungsniveau und vor allem von einem gerade 32 Jahre jungen Bürgermeister, der vor 11 Jahren als Flüchtling aus Syrien in unser Land kam.

